Social Media – Was gibt es bei Social Media und dem Nachlass zu beachten?

Social Media – Was gibt es bei Social Media und dem Nachlass zu beachten?
22. August 2020 hejlife
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Social Media - Was gibt es bei Social Media und dem Nachlass zu beachten?

Wenn es darum geht, digitales Guthaben nach dem Tod des Kontoinhabers zu verwalten, dann ist das Thema digitaler Nachlass wichtig. Doch auch in vielen anderen Bereichen von Social Media spielt der Nachlass eine wichtige Rolle. Wer frühzeitig versorgt, entlastet im Fall der Fälle die Hinterbliebenen.

Social Media - Was gibt es bei Social Media und dem Nachlass zu beachten?Facebook Profil nach einem Todesfall

Wenn Du verstirbst, bleiben Deine Accounts bestehen. Ob es hierbei um das Google-Konto oder einen Account bei Instagram sowie Facebook geht, spielt keine Rolle. Eines haben sie alle gemeinsam: Hinterbliebene haben nicht per se das Recht dazu, die Konten zu löschen, sich einzuloggen oder anderweitig Änderungen vorzunehmen. Falls Du Deiner Familie das ermöglichen möchtest, solltest Du entsprechende Vorbereitungen treffen.

Bei Facebook gibt es die Möglichkeit, ein Konto in den sogenannten Gedenkstatus zu versetzen. Freunde und Angehörige haben die Möglichkeit, über diesen Weg einer breiten Öffentlichkeit zu signalisieren: Der Inhaber dieses Kontos weilt nicht mehr unter uns und ist entsprechend nicht mehr erreichbar. Das ist in den meisten Fällen besser, als wenn Bekannte über Umwege von dem Tod des Nutzers erfahren. Dennoch bleibt Facebook in dieser Hinsicht extrem streng. Wer nicht vorgesorgt hat, der erhält später auch nicht das Recht, auf das Konto des Verstorbenen zuzugreifen.

Du musst einen konkreten Nachlasskontakt bestimmen, der später berechtigt sein wird, sich um Dein Konto zu kümmern. Wähle am besten jemanden aus, der Dir sehr nahe steht und sich mit der Thematik halbwegs auskennt.

Mehr zum Thema Der Nachlass – Was ist ein Nachlass?

Das solltest Du tun in Sachen digitales Erbe

Der Begriff des digitalen Erbes hat sich nicht ohne Grund innerhalb der letzten Jahre etabliert. Wir hinterlassen nicht nur materielle Dinge und natürlich Verträge, sondern auch digitale Inhalte. Deshalb solltest Du Dir genau überlegen, was mit Deinen Konten und mit den entsprechenden Inhalten passieren soll, falls es so weit kommt. Bedenke auch, dass es meistens nicht nur Accounts bei Facebook, Instagram und Google gibt, sondern auch bei XING, LinkedIn und vielen weiteren Plattformen. Wenn Du Deinen Hinterbliebenen viel Arbeit abnehmen möchtest, dann solltest Du am besten auflisten, welche Konten Du hast und was damit konkret geschehen soll.

Vorsorge lautet das Stichwort. Diese wird umso wichtiger, falls Du bereit sehr viele Follower oder Abonnenten hast und sich mit Deinen Inhalten entsprechend Geld verdienen lässt. In dem Fall solltest Du genau überlegen, ob Du alles löschen lassen möchtest oder ein eventueller Erbe noch von Deinem Konto profitieren soll.

Ganz unabhängig davon, ob es sich um einen großen Account handelt, ist es auch eine ethische Frage, ob ein oder alle Konten gelöscht werden sollen oder lieber nicht. Möchtest Du wirklich, dass fremde Menschen noch Deine Bilder, Kommentare und Texte sehen können, obwohl Du schon längst nicht mehr lebst? Manche Menschen finden, dass es sich hierbei um eine schöne Erinnerung für Freunde und die Familie handelt. Es handelt sich folglich um eine individuelle Entscheidung.

Social Media - Was gibt es bei Social Media und dem Nachlass zu beachten?Das ist zu erledigen

Zum digitalen Nachlass gehört mehr, als nur einen Kontakt bei Facebook zu hinterlegen. Du solltest zudem einen Passwort-Manager nutzen, zu dem Deine Vertrauensperson Zugang hat. Im Fall der Fälle wird es dann ganz einfach, Guthaben abzubuchen oder andere Dinge zu regeln. Halte in Deinem Testament alle Accounts mitsamt der zugehören Daten und Deinen Wünschen fest, wenn Du auf Nummer sicher gehen möchtest.

Sollen Deine Hinterbliebenen Online-Abos kündigen, ist es wichtig, dass sie einen Zugang zu Deinem Mail-Account haben. Falls Du diesen nicht zu Lebzeiten gewähren möchtest, solltest Du Name und Passwort ebenfalls zusammen mit Deinem Testament und anderen wichtigen Unterlagen für den Notfall aufbewahren. Ein digitaler Nachlass besteht allerdings nicht nur aus Accounts, Konten und Guthaben, sondern zum Nachlass gehören auch Daten auf Datenträgern. Gemeint sind an dieser Stelle zum Beispiel Fotos sowie Videos auf dem Smartphone oder Daten auf einer Festplatte.


Hinweis: Unsere Beiträge sind keine Rechtsberatung, für rechtliche Fragen sprich bitte mit einem Anwalt oder Notar. Fotohinweis: Photo by Josh Rose on Unsplash, Photo by Priscilla Du Preez on Unsplash, Photo by Max Saeling on Unsplash

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